Blogbeiträge
und kinderfreie Geschichten
Muttersein war extern das grössere Thema als intern
Mit 30 bin ich meinem Mann begegnet – Liebe auf den ersten Duft (er riecht immer noch toll!). Beiden war Vertrauen und Unabhängigkeit wichtig, gerade auch, weil beide gerne mal alleine sind. Weil unsere Zweisamkeit so bereichernd war, haben wir gar keinen Wunsch nach Kindern gehabt, obwohl wir dies auch nicht explizit ausgeschlossen haben.
Willst du mit mir Steuern zahlen?
Zu heiraten und dann keine Kinder zu wollen – das war wohl die dümmste Entscheidung, die ich finanziell treffen konnte. Warum? Weil es in der Schweiz immer noch die sogenannte «Heiratsstrafe» gibt, welche das klassische Familienmodell bevorzugt und wiederum einen kinderfreien Lebensstil abstraft.
Mein eigenes Lebensglück
Interessanterweise musste ich mich nie entscheiden, kinderfrei zu leben. Ich hatte schlichtweg einfach nie diesen Wunsch oder das Bedürfnis, eigene Kinder zu bekommen. Daher war ich nie gross mit Ängsten oder Fragen konfrontiert. Als herausfordernd empfand ich jedoch die Reaktionen aus meinem Umfeld.
Das Leben hat so viel anderes parat
Schon in der Primarschule sagte ich, dass ich keine Kinder wolle. Denn zu meiner Zeit wurde uns schon von klein auf eingehämmert, dass wir Mädchen mal Mutter und Hausfrau werden – und das nervte mich immer. Jetzt, mit 63 Jahren stehe ich kurz vor meiner Pensionierung. Das Thema «Kinder» ist somit kein Thema mehr und ich werde zum Glück endlich damit in Ruhe gelassen.
Glücklich leben mit unerfülltem Kinderwunsch
Bei mir geht es nicht um ein gewollt kinderfreies Leben: Unser Kinderwunsch bleibt leider unerfüllt. Nach 5 Jahren mit Kinderwunsch, jeden Monat geplantem Geschlechtsverkehr, 8 Inseminationen, 2 künstliche Befruchtungen und 2 Fehlgeburten bin in an den Punkt gekommen, dass ich es einfach nicht mehr will. Alle denken, ich will plötzlich keine Kinder mehr. Doch nein, ich will das Leben der letzten 5 Jahren nicht mehr.
Kinder zu wollen, schien mir logisch
Meine Frau und ich haben uns vor 15 Jahren kennengelernt und sind schnell zusammengekommen. Wir waren sehr jung und das Kinderthema war noch in weiter Ferne. Schon damals habe ich mich aber gefragt, ob sie später Kinder haben will.
Kinder waren nie die Antwort
Für mich war die Kinderfrage tatsächlich ein gesundheitliches «Problem». Ich war als Teenager an der Dialyse und habe heute ein Nierentransplantat. Ich musste rational abwägen, was wichtiger ist und kam zum Schluss, dass es meine gesundheitliche Sicherheit ist. Aber das ist nur die eine Seite der Geschichte.
Abschreckung statt Anziehung
In meiner Kindheit war ich das typische Mädchen: Ich fuhr mein Bäbi im Wägeli spazieren und spielte «Mutter & Kind». Warum ich das tat, weiss ich nicht. Der Einfluss auf Mädchen, dass Muttersein das «einzig Wahre» ist, wird schon seit Generationen als erfolgreiche Marketingstrategie angewendet.
Nach der Geburt verschwand der Kinderwunsch
Trotz aller Vorbereitung fiel es mir schwer, so richtig Freude für meine Schwangerschaft zu empfinden. Ich freute mich zwar auf den kleinen Wurm. Gleichzeitig hatte ich Angst und Panik vor dem, was auf mich zukommen würde.
Kinderfrei fühlt sich natürlich und richtig an
In einer Welt, in der Familienplanung und Kindererziehung oft als zentrale Lebensbestandteile angesehen werden, mag mein Entscheid, kinderfrei zu leben, einige überraschen.
Kinderfrei in einer Patchwork-Familie
«Ich bin ziemlich sicher, dass ich keine Kinder möchte.» So ähnlich antworte ich seit einigen Jahren auf die Frage, ob ich einmal Kinder möchte. Jetzt bin ich 31 und die Frage ist berechtigt – findet die Gesellschaft. Meine Unsicherheit und auch das leichte Unbehagen in der Antwort sind ebenso berechtigt – finde ich.
Und plötzlich sind sie überall
Babybellys, Ultraschallbilder, Geburtskarten: Und ich bin mittendrin in den Gesprächen über Kindersitze, Perzentile und Dreimonats-Koliken. Ich fühle mich dabei wie auf rohen Eiern laufend, weil ich keine Kinder, ergo auch keine Ahnung von diesen Themen haben darf oder kann.
Ich hatte Panik
Lange habe ich mir keine Gedanken gemacht – Freunde, Party, Festivals, Urlaub, verschiedenste Hobbys und Interessen. Ich war vollkommen ausgefüllt, dann wurden die ersten Freundinnen schwanger…
Eine Win-win-Situation
Als Kind wollte ich malen, basteln und an die Werkbank, Theater spielen. Zwischen 25 und 35 ploppten rund um mich die Babys hervor, jährlich Geburtsanzeigen und Weihnachtskarten in Form von glücklichen Familienselfies. Und ich? Was ist mit mir?
Ich wollte nicht so enden
Ich bin mit einem überaus dominanten Vater aufgewachsen. Ab meinem 7. Lebensjahr musste ich ständig auf meine 6,5 Jahre jüngere Schwester aufpassen. Es hiess: Du wolltest ein Geschwisterchen, du passt auf sie auf. Das war mir alles zu viel.